Neuigkeiten für Zahnärzte, Zahntechniker und Kieferorthopäden

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RRzF zahnärztliche Fortbildungen, Kurse & Seminare für 2016

Angebot 5x Dental Vaselinespender Zahnarztpraxis
neue praktische Wochenendseminare für Zahnärzte, Kieferorthopäden und Zahntechniker
19. Sep. 2015

schon jetzt finden Sie unser Forbildungsprogramm, was sich wieder an alle Interessierten der Funktio...  mehr

Neue zahnärztliche Fortbildungen der RRzF 2014

Parodontitis Risikopatient und die Behandlungserfolge
Parodontale Therapie, Funktionsdiagnostik und Aufwachsen
04. Jan. 2014

Ich freue mich besonders auf die Fortbildung mit Dr. Ronald Möbius MSc.: Ein neuer Therapieansa...  mehr

Neues parodontologisches Konzept, Vortrag von Dr. Ronald Möbius MSc.

Dr. Ronald Möbius MSc.
Ein völlig anderer Denkansatz zur Lösung der Problematik des Knochenabbaus bei einer Parodontitis
10. Jun. 2011

Bei der 23. Internationalen Arbeitstagung der RRzF in Leipzig war ein wirkliches Highlight der Vortr...  mehr

Fortbildungen 2011 online

Fortbildung Zahnärzte 2011
Fortbildungen für Zahnärzte, Zahntechniker und Kieferorthopäden in funktionsorientierter Zahnheilkunde
01. Okt. 2010

Jetzt können Sie bereits die zahnärztlichen Fortbildungen und Seminare für 2011 onlin...  mehr



Fortbildung Cadiax Compact 2

CONDYLOGRAPH comfort (Gamma)
Gelenkbahnschreibungen erstmals mit dem CONDYLOGRAPH comfort (GAMMA)
31. Aug. 2009

Am Wochenende vom 29. bis 30. August 2009 fand die Fortbildung Cadiax Compact 2 in Rheinbach statt. ...  mehr

RRzF Newsletter: Fortbildungen Programm 2009

Kopf mit Zahnluecke
jetzt alle Kurse für 2009 online buchbar
30. Okt. 2008

Fortbildungen Programm 2009 Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen    ...  mehr

20. Jahrestagung der IAT auf Sardinien

IAT Referenten: Kulmer, Fritz, Ederer
Gastreferenten: Prof. DDr. Siegfried Kulmer, Tobias Fritz und Günter Ederer
16. Jun. 2008

Dieses Jahr fand die Internationale Arbeitstagung (IAT) der RRzF zum zwanzigjährigen Bestehen i...  mehr

RRzF CD-ROMs erneuert und aktualisiert

RRzF CDs aktualisiert
REFERENCE SL, CADIAX Compact und CADIAX compact2
26. Mai. 2008

Die RRzF CD-ROMs wurden aktualisiert: REFERENCE SL - jetzt mit MPI Erklärung zur Messun...  mehr

Einführung in die Methode Slavicek zum 33. Mal

EMS Fortbildung zum 33. Mal
Eine solide Basis für alle weiteren funktionsorientierten zahnärztlichen Fortbildungen
02. Mär. 2008

Die Fortbildung „Einführung in die Methode Slavicek" hat dieses Jahr zum 33. Mal stattgef...  mehr

Abschied von Dr. Gerd E. Weber (7.4.1943 – 8.12.2007)

Dr. Gerd E. Weber
Ein Freund ist von uns gegangen. Er gehörte zu den Stillen, aber im Geiste Großen.
20. Dez. 2007

Wir nehmen in Ehrfurcht Abschied von ihm und trauern. Möge er für immer in unseren Herzen ...  mehr

Aufwachskurs mit Professor Kulmer

Zahnärztliche Fortbildung mit Prof. DDr. Siegfried Kulmer im KHI
mit der Studiengruppe Wiener Schule nach Professor Slavicek im KHI Düsseldorf
25. Nov. 2007

Vom 23. bis 25. November erlebten die Mitglieder der "Studiengruppe Wiener Schule nach Professor Sla...  mehr

Kurs beim Zahnärztlicher Förderkreis Aschaffenburg e.V. (ZÄF)

Schienenbehandlung - Incisalteller
in Hösbach am 9. und 10.11.2007
09. Nov. 2007

Auf dem Programm stand „Der kleine Analysegang“, die instrumentelle Diagnostik eines fun...  mehr

19. Gnathologie-Tagung in Turin

Impressionen von Turin
der Associazione Italiana Gnatologia (AIG) gemeinsam mit der International Academy of Advanced Interdisciplinary Dentistry (IAAID)
15. Okt. 2007

Professor Sato Hervorragend war der Tageskurs von Professor Sato aus Japan, der Forschungsergebn...  mehr

RRzF Fortbildungsprogramm 2008

Jetzt alle Kurse für 2008 online buchbar
20. Sep. 2007

Dieses Jahr wieder dabei: Anatomie des Kiefergelenks und der Kleine und große Analysegang i...  mehr

Neue Produkte jetzt auch online

Neue Produkte der RRzF
Neue RRzF Lern-CD, Mandibularklemme und Ohroliven
23. Jul. 2007

CD-ROM: Schienenbehandlung Vorbehandlung von funktionsgestörten, bezahnten Patienten mit Au...  mehr

Schräge Zähne können Rückenschmerzen auslösen

KSTA original Artikel
Frauen haben häufiger Beschwerden als Männer
11. Feb. 2007

Rund zwei Millionen Bundesbürger leiden nach Ansicht von Fachleuten ständig unter Schmerze...  mehr

Kommentar zu Funktionsdiagnostik: Ein falscher Biss kann für Schmerzen sorgen

02. Mai. 2010

Zähneknirschen, Ohrgeräusche, Kopf- und Nackenschmerzen – Auslöser dafür kann eine Funktionsstörung des Kauorgans sein, also der Zähne, der Kaumuskeln, des Kiefers oder Kiefergelenks.


Artikel Funktionsdiagnostik

Den folgenden Artikel las ich vor ein paar Tagen ihn unserem Rheinbacher Wochenblatt:

Ori­gi­nal Arti­kel nach­zu­le­sen unter: http://www.gesund-durch.de/gesundheit_a-z/zahn-und-kiefer/behandlung/15274/funktionsdiagnostik-ein-falscher-biss-kann-fuer-schmerzen-sorgen

Autor(en): Nadja Schwarzwäller (gd-Redaktion)

Quelle(n): Interview mit Professor Ulrich Lotzmann, Direktor der Abteilung für Orofaziale Prothetik und Funktionslehre Universitätszahnklinik Marburg, (November 2009); Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (www.dgfdt.de, aufgerufen im November 2009); Stellungnahme „Klinische Funktionsanalyse“ der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde und der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie, Stand: 01/2003 Ein Beitrag vom 18.02.2010

 

Stichwörter: Funktionsdiagnostik, Zahnarzt, Kieferstellung, Zahnreihen, Gebiss

 

Kommentar

Leider wird in dem obigen Artikel „Funktionsdiagnostik: Ein falscher Biss kann für Schmerzen sorgen" nicht klar gesagt, dass die Ursache all dieser Probleme in einer Differenz zwischen Okklusion (Zusammenwirken der Zähne) und der Ruheposition des Kiefergelenks am Schädelskelett begründet liegt.

 

Sind Muskelprobleme wirklich die Ursache?

Solange die maximale Verzahnung nicht mit der Schluckposition des Kiefergelenks übereinstimmt, kommt es zu Störungen der Muskulatur, die sich in Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Migräne, Tinnitus (Hörsturz) und Zahnschmerzen manifestiert:
Cranio Mandibuläre Dysfunktion (CMD), heißt nichts anderes, als dass der Kopf und der Unterkiefer des Patienten nicht richtig miteinander funktionieren.

 

Prinzipien einer guten Okklusion

Ausgelöst wird die Problematik der CMD durch den täglichen Disstress (negativen Stress), dem jeder Mensch ausgeliefert ist. Zum Stressabbau, besonders in der Nacht ist deshalb eine gute, sich selbst schützende Okklusion erforderlich, um Schaden am System zu vermeiden. Die Okklusion muss so eingestellt sein, dass keine falschen Zahnkontakte speziell im Backenzahnbereich vorhanden sind und die Frontzähne die Seitenzähne bei seitwärts Bewegungen schützen können. Ist eine Okklusion nach diesen Prinzipien „gebaut", kann sie jahrzehntelang unproblematisch und schmerzfrei funktionieren.

 

Umfassende Diagnostik sorgt mit Unterkieferschiene für Schmerzfreiheit

Erfolgt eine richtige Diagnostik des gesamten Kausystems, so werden die Ursachen erkannt und können beseitigt werden. Eine Aufbissschiene im Unterkiefer nach den oben genannten Kriterien der Okklusion hergestellt, kann in wenigen Tagen die Störungen beseitigen, das System ruhig stellen und die Schmerzen verschwinden lassen. Auch macht sie das System stresstolerant und beschwerdefrei.

 

Was ist eine „richtige Diagnostik" die bei der RRzF gelehrt wird?

Nach unserer Meinung gilt es folgende Punkte der Diagnostik einzuhalten, durch die überhaupt eine funktionierende Knirscherschiene bzw. eine fundierte Therapie der Kiefergelenksbeschwerden ermöglicht wird.

  1. Patienten Erstgespräch und Anamnese
  2. Klinische Funktionsanalyse inklusive einer elektronischen Erfassung der Bewegungen des Kiefergelenks (Kondylografie, Condylographie oder auch Axiographie)
  3. Modellherstellung mit achsgerechter Montage des Oberkiefers und gelenkdominanter Montage des Unterkiefers in Stützstift Höhe 0
  4. Instrumentelle Funktionsanalyse im Artikulator nach Werten der elektronischen Gelenkaufzeichnung
  5. Erfassung der Differenz zwischen zentrischer und habitueller Zahnposition am Ort des Kiefergelenks. (CPM, MPI)
  6. Fernröntgenseitenbild zur Entscheidung ob Einschleifen oder eine Schiene kontraindiziert sein könnten

 

Auswerten der Befunde, danach Herstellen einer Schiene im Unterkiefer nach den gefundenen Werten

„Ein manueller Kurztest, der nur ein paar Minuten dauert", wie Professor Lotzmann es im Artikel beschreibt, kann allenfalls erste Vermutungen ermöglichen, aber keine Grundlage für eine funktionierende Schiene sein, die dem Zahnarzt erlaubt seinen Patienten bis zur Schmerzfreiheit zu behandeln.

 

Funktionsdiagnostik in der zahnärztlichen Ausbildung?

Dass die Systematik der Diagnostik (Funktionsanalyse) dieser Probleme zur Ausbildung eines jeden Zahnmedizinstudenten gehört (wie im Artikel erwähnt) wäre wünschenswert, wird jedoch in der Regel nur äußerst selten an deutschen Universitäten erfüllt. Auch die im Artikel beschriebene Mithilfe von anderen Disziplinen (Physiotherapeut, Orthopäde) wird an den Universitäten in der Regel weder eingeübt noch geleistet. Seit über 25 Jahren lehrt die RRzF die Funktionsanalyse und bisher gab es noch keinen fertigen Studenten, der das Fachgebiet auch nur annähern beherrschte.

 

Funktionsdiagnostik und ihre Systematik als Grundausstattung in der Zahnmedizin

Selbst die Okklusionsdiagnostik, Domäne der Zahnärzte, bleibt auf den Universitäten kläglich auf der Strecke und muss erst später mühsam in speziellen CMD Fortbildungen zeitaufwändig gelernt werden. Dabei wäre es so einfach den unverbildeten Studenten die Funktionsdiagnostik und ihre Systematik als zentrales Rüstzeug für eine gute Zahnheilkunde mitzugeben. Die Struktur der Zähne und ihre Funktion müssten im Mittelpunkt des Systems stehen und von da aus wären alle weiteren Gebiete der Zahnheilkunde zu begutachten und zu erlernen.

 

Kieferorthopädie zur wirklichen Erhaltung des Zahnapparates

Mit einer guten Funktionsdiagnostik hätte die Kieferorthopädie, neben Kariestherapie und Parodontologie, den zentralen Stellenwert als „wahre Prophylaxe" zur lebenslangen Erhaltung der Zähne. Es wäre sofort klar, dass Kieferorthopädie ohne Kenntnisse der Funktion des Kiefergelenks an Studenten nicht vermittelbar ist. Die Betrachtung des stomatognathen Systems käme ohne gelenkdominantes Denken in die Okklusion nicht aus, und die sinnlose Herstellung von gepuderten, in maximaler „dysgnather Malokklusion fixierter Modelle" in der Kieferorthopädie gehörte dann in die graue Vorzeit zahnmedizinischen Denkens.

 

Ist die Zeit der Funktionsdiagnostik in unseren Universitäten stehen geblieben?

Seit meinem Studium (1965-1970) bis zur Jetztzeit werden noch immer Zahnmedizinstudenten mit der Herstellung dieser kieferorthopädischen Schaumodelle gequält und schikaniert, so als wäre die Zeit stehengeblieben.
So schafft man es - durch manuelle Beschäftigung - Studenten davon abzuhalten, Fragen zu stellen, um denken zu lernen.

  • Es ist leichter sich aus dem Kerker eines Tyrannen zu befreien, als aus den Fesseln einer Idee (Ernst Jünger).
  • Nichts in der Welt ist stärker als eine Idee, für die die Zeit gekommen ist (Victor Hugo).


In diesem Sinne kann die Kenntnis der Struktur einer Zahnkaufläche das Fenster für den Blick in die unendlich spannende Welt der Funktion öffnen.
Denn alles Große findet man im Kleinen und alles Kleine findet man im Großen.

 

Herzlichst der zahnmedizinischen Funktion verbunden,
Ihr Tilman Fritz